Warum ich meinen Job NICHT gekündigt habe um zu reisen

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Warum ich meinen Job NICHT gekündigt habe um zu reisen: Mittlerweile lese ich auf vielen Blogs, dass ich meinen Job kündigen soll, um reisen und freier leben zu können. Dabei sollte sich niemand einreden lassen, wie er zu leben hat oder nicht. Meiner Meinung nach beginnt Freiheit im inneren, nicht im äußeren. Deswegen rate ich dir: Hör bitte auf Leute zu bewundern, die dir erzählen wie toll sie sind weil sie ihren Job gekündigt haben und fang an dein eigenes Leben in die Hand zu nehmen und dich selber zu bewundern.

Warum ich meinen Job NICHT gekündigt habe um zu reisen und warum Du das ebenso wenig tun musst

Mir fiel es schon immer schwer mich für einen endgültigen Werdegang und Job zu entscheiden. Deswegen habe ich verschiedene Jobs, Praktika und Freiwilligenarbeit ausprobiert. Trotz der Vielfalt an Berufen gab es bis vor nicht allzu langer Zeit keinen Beruf, in dem ich mich gesehen habe. Vor ein paar Jahren dachte ich, ich hätte meine Leidenschaft gefunden. Ich habe zwei Jahre in einer Agentur gearbeitet und diese zwei Jahren waren für mich die Hölle. Jeden Tag zur selben Zeit am selben Ort mit den selben Menschen in einem Raum „eingesperrt“ zu sein und das zu tun was mir andere vorschreiben und für die Ziele einer fremden Person zu arbeiten waren absolut nicht mein Ding. Wenn ich für mich persönlich spreche, habe ich mich in den zwei Jahren gefangen gefühlt. Nur 24 Urlaubstage im Jahr, für die ich um Erlaubnis bitten und Absprache halten muss… Und das soll es gewesen sein.. in dieser oder einer ähnlichen Umgebung soll ich nun den Rest meines Arbeitslebens verbringen? Allein bei dem Gedanken wurde ich depressiv. Eine Alternative musste her. Ich habe sehr lange überlegt und folgendes getan:

1. Ich bin meiner Leidenschaft (Reisen bzw. Langzeitreise in Asien) nachgegangen und habe versucht dadurch den Kopf freizubekommen und mich nicht unter Druck der Arbeitswelt setzen zu lassen. Ich habe gehofft die Erkenntnis würde einschlagen wie ein Blitz. Doch das funktioniert scheinbar nur in Filmen oder schlechten Musikvideos. Selbst wenn du reist nimmst du deine Probleme mit. Sie folgen Dir überall hin.. auch bis nach Asien!

2. Als die Erleuchtung weiter auf sich warten lies habe ich versucht mir bewusst Gedanken zu machen und mich gefragt worin ich gut bin und womit ich Geld verdienen könnte.

3. Einige Wochen und mit Ideen vollgeschriebene Blätter später habe ich versucht Punkt 1 und 2 zu kombinieren und einen Weg zu finden, wie ich mit meiner Leidenschaft Geld verdienen kann. Mehr dazu: So bekomme ich Jobs als Freelancer & so sieht mein online Office aus.

Die Fähigkeiten, die ich bereits hatte, habe ich angewendet und andere Fähigkeiten, die ich unbedingt erlernen wollte habe ich mir in einer Weiterbildung aneignen können. Mein Ziel war von Anfang an mich selbstständig zu machen. Kurz nachdem ich meine Weiterbildung absolviert hatte, habe ich den Schritt gewagt und mich selbstständig gemacht. Ich arbeite nun freiberuflich selbstständig und zum ersten Mal stehe ich zu 100% hinter meinem Job. Das, liebe Freunde, ist die Realität – nicht Blogposts à la „10 Schritte, wie Du Deinen Job aufgibst und glücklich wirst“-Bullshit.

Die Leidenschaft, zu der man nicht steht, kann nicht gekündigt werden

Wie am Anfang schon erwähnt, ich habe verschiedene kurzfristige Jobs ausprobiert, um herauszufinden was mir Spaß macht, worin ich gut bin und um an den Erfahrungen zu wachsen. Ich musste nicht wirklich einen Job kündigen, weil ich früh genug erkannt habe, dass ich mich selbstständig machen möchte und habe somit meinen Job selber kreiert.

Es ist nie zu spät. Du kannst einen ähnlichen Weg einschlagen, sofern Du möchtest. Niemand kann den selben Weg gehen oder andere Leute nachahmen und darauf hoffen, den selben Erfolg zu erzielen. Du bist momentan unglücklich mit Deinem Job? Vielleicht liegt es am Arbeitgeber oder am Unternehmen selbst, vielleicht hilft ein Jobwechsel in der selben Branche. Wenn Dir Dein jetziger Job absolut nicht taugt.. dann trau‘ Dich innovative Schritte zu gehen. Sei aber nicht naiv und folge blind dem Prinzip „Warum Du jetzt Deinen Job kündigen solltest, um frei und glücklich zu sein“. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Du kannst Dich an meinem oder dem Weg anderer orientieren, musst aber trotzdem Deinen eigenen Weg finden und gehen. Sei Dir aber bewusst, dass Du allein dafür verantwortlich bist und lass‘ Dich nicht von „Alles-ist-easy-und-super“-Philosophien blenden.

Wenn Du glücklich bist so wie es ist, super! Wenn Du aber herausfinden willst was Dir wirklich liegt, dann empfehle ich Dir was mir persönlich geholfen hat:

– Tue etwas, das Dir wirklich gut tut und gehe Deiner Leidenschaft nach
– Sei selbstbewusst und versuche zu jederzeit positiv in die Zukunft zu blicken, egal wie aussichtslos es scheint
– Frage Dich was Dir Spaß macht, wofür Dich andere schätzen, was andere Leute Dir sagen, worin Du klasse bist, wovon Du selbst glaubst, dass Du begabt bist – Schreibe Dir alles detailliert auf
– Kombiniere: Nehme das was Dir Spaß macht, stelle Deine Fähigkeiten gegenüber, für die Dich jemand bezahlen würde und versuche Möglichkeiten zu finden in Deinem Interesse Deinen Traumjob zu finden

Klingt einfach? Ist es nicht.. probiere es doch mal aus. Zu welcher Erkenntnis bist Du gekommen? Was ist Dein möglicher Traumjob? Ich freue mich über Deine Erfahrung und Auswertung in den Kommentaren zu lesen.

Letzte Worte

Es ist egal, ob Du Vollzeit angestellt bist, freiberuflich arbeitest, Vollzeitreisender oder vorübergehend arbeitslos bist. Nichts von all dem hilft Dir Dich frei zu fühlen, außer Du selbst. Um viel reisen zu können musst Du weder Blogger sein, noch Deinen Job kündigen.

PS: Das Titelbild ist natürlich gestellt 😉 Doch es beschreibt hervorragend meine Leidenschaft zum ortsunabhängigen Arbeiten.

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10 Kommentare

  • Chris Heil says:

    „lese ich teilweise 1:1 übersetzte Texte auf deutschen Reise Blogs“
    Na…öhm… Der Rest deines Textes macht jetzt für mich nur Sinn, wenn ich weiß, von welchen Blogs du da sprichst. Ich lese diese / solche Übersetzung nicht; sicher auch weil ich kaum Zielgruppe bin. (Blogger seit zehm Jahren, aber nicht „Reise-Only“) …und kenne…sagen wir „zwei bis vier“ die recht unabhängig sind. – Also: Her mit Links, dann kann man / ich auch was zum Rest sagen.

    • Hallo Chris,

      ich möchte niemanden an den Pranger stellen, weil ich nicht darauf aus bin, jemanden in direkter Form „blöd dastehen“ zu lassen. Danke für Dein Feedback und liebe Grüße,

      Sarah

  • Katja Arneth (die Katscha) says:

    Daumen hoch für den Text! Ich stimme dir da voll und ganz zu, den Job kündigen und reisen macht nicht zwangsweise glücklich.Ich finde es zwar in gewisse Weise bewundernswert, wenn man sich das traut, bin aber wie du der Meinung, dass das nicht der alleinige Weh zu einem erfüllteren Leben sein kann, da die Probleme und die Unzufriedenheit ja oft wo anders liegen.
    Weiterhin viel Glück in deiner Selbstständigkeit und toll, dass du deinen Weg gefunden hast!
    Grüße, Katja

  • Ulrike Hecker says:

    Hmm, interessanter Artikel! Aber reihst du Dich nicht mit Worten wie „Es ist nie zu spät! Du kannst einen ähnlichen Weg einschlagen, sofern Du möchtest.“ in die Reihe der im ersten Absatz geschmähten Blogger ein?
    Und eines hast Du vergessen: Dein Weg kostet erstmal Geld, viel Geld. Eine Weiterbildung fällt nicht kostenlos vom Himmel, eine Auszeit, kostet Geld und bringt keins. Auch ein 9to5 Job kann Spaß machen, nicht alle Kollegen sind missgünstige Mobber. Da gibt es richtig nette und interessante Persönlichkeiten zu entdecken, wenn man will.
    Viel Glück und Erfolg weiterhin!
    Ulrike

    • Hallo Ulrike,

      es ist nie zu spät das zu machen, worauf man Lust hast. Egal worum es geht, egal ob privat oder beruflich. Letztendlich ist das hier ein Reise Blog mit Schwerpunkt Reise & Arbeiten. Also setze ich voraus, dass meine Leser das interessiert. Mit ähnlichem Weg meine ich nicht, dass man versuchen sollte was ich oder andere machen nachzuahmen, sondern dass man das finden soll was einem gefällt. Ich wundere mich sowieso, wie Du hier gelandet bist, da Du weniger zur Zielgruppe gehörst. Ich habe nichts vergessen zu erwähnen, denn klar kostet so etwas Geld. Ich habe niemals behauptet dass es nichts kostet. ALLES kostet Geld, es ist doch unnötig zu erwähnen was Geld kostet und was nicht, da das jeder Mensch weiß. Wenn man privat in Bildung investiert, ist es niemals kostenlos. Lies Dir bitte nochmal den Abschnitt „Letzte Worte“ durch. Da steht genau drinnen, was Du angesprochen hast. Danke für Dein Feedback und alles Gute weiterhin.

      • Ulrike Hecker says:

        Uih! Sarah, es tut mir leid, wenn Du Dich so angegriffen fühlst. Ich gehöre nicht zu Deiner Zielgruppe? Darf ich deswegen Deine Artikel nicht lesen? Deine Antwort ist ziemlich heftig.
        Ich hab hier viel mehr geschrieben, aber ich habe das meiste wieder gelöscht. Schließlich bin ich schon 60 Jahre alt, weitgereist, schreibe einen erfolgreichen Reiseblog und bin heute mal milde gestimmt.
        Mir ist auch wieder bewusst geworden, warum ich solche Artikel nicht schreibe. Eben weil ich wirklich authentisch bin und das einfach nicht nötig habe.
        Viel Erfolg weiterhin!
        Ulrike

        • Warum sollte ich mich angegriffen fühlen? 😀 Wer sagt, dass Du meine Artikel nicht lesen darfst?
          Dein Kommentar bestätigt meine Ansicht, wer von sich behauptet „authentisch“ zu sein ist fragwürdig. Entweder man ist es oder nicht, ohne behaupten zu müssen ich bin dies oder ich bin das.. die Leute urteilen selber wer war ist und was nicht.
          Viel Erfolg weiterhin mit dem, „was du nicht nötig hast“ 🙂

  • EinfachLosleben says:

    Ich habe es mal gewagt, den Job hinzuschmeißen… naja, ich war auch ziemlich ausgebrannt zu dem Zeitpunkt… nach einigen Monaten musste ich dann erkennen, dass es das auch nicht war (wie du auch geschrieben hast). Als ich aber den Schritt wagte, dachte ich noch: jetzt wird alles besser, jetzt kann ich endlich machen, was ich möchte. Heute bin ich wieder zurück in meinem (selbständigen) Job, aber mit viel weniger ungesundem Ehrgeiz. 😉 Ich habe also den gleichen Job meinen Bedürfnissen angepasst und schon passt es.

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