Vor- und Nachteile beim Arbeiten in Coworking Spaces

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Vor- und Nachteile beim Arbeiten in Coworking Spaces gibt es mehr als genug. Dabei kommen diese ganz auf die Person an. Was der eine super findet, kann der andere als störend empfinden. Meine Meinung zu Coworking ist zwiespältig. Deswegen habe ich aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen die Vor- und Nachteile beim Arbeiten in Coworking Spaces zusammengefasst. Inklusive zusätzlichen Tipps, wie Du Deinen Workflow im Großraum Büro optimieren kannst. 

Coworking Space

Für diejenigen, die noch nicht Wissen was das ist, hier die Kurzfassung:
Coworking ist das Zusammenarbeiten von Menschen (Freiberufler, Startups, digitale Nomaden, Selbstständige, etc.) in gemeinsamen Räumlichkeiten. Dabei können sie unabhängig voneinander und/oder zusammen an verschiedenen Projekten arbeiten und eine Community bilden. Coworking Büros stellen gegen Bezahlung Arbeitsplätze und auch -geräte (Scanner, Drucker, etc.) zur Verfügung. Für ausreichend Koffein ist selbstverständlich stets gesorgt.

Vor- und Nachteile beim Arbeiten in Coworking Spaces

Vor- und Nachteile beim Arbeiten in Coworking Spaces

Vorteile

1. Produktivität und Motivation

Um Dich herum hauen alle wie wild in die Tasten und schauen fokussiert auf den Bildschirm. Nur bei einen Schluck Kaffee wird der Blick vom Monitor abgewendet. Klingt übertrieben? Ist aber so. Allein durch die bloße Anwesenheit in der produktiven Atmosphäre werde ich angesteckt und fühle mich total motiviert zu arbeiten. Außerdem, wenn ich sowieso schon den weiten Weg von zuhause zum gemeinsamen Büro auf mich genommen habe, werde ich dort sicher nicht blöd rumsitzen, um den ganzen Tag auf Instagram, Twitter oder Facebook zu scrollen. Das kann im Homeoffice nämlich schnell passieren. Produktive Menschen stecken einfach an und motivieren ungemein.

2. Kreativität und Ideen

Ich probiere gerne Neues aus, auch Büroräume. Neue Dinge inspirieren, treiben an und ermöglichen neue Denkmuster und Herangehensweisen. Genau so ist es auch bei Coworking Spaces. Wer hat denn schon Lust den ganzen Tag im selbem Büro zu sitzen? Abwechslungsreiche Arbeitsorte fördern die Kreativität und steigern dadurch wiederum die Produktivität. Wer kennt das nicht? An manchen Tagen bekommt man einfach nichts auf die Reihe. So geht es mir auch hin und wieder. Dennoch ist mir etwas positives in den letzten beiden Jahren aufgefallen: Sobald ich meinen Arbeitsplatz wechsle, (egal ob in den eigenen vier Wänden, in einer neuen Stadt oder auf reisen) gehe ich anders an Aufgaben heran. Ich arbeite unterschiedlich und mir kommen an anderen Orten andere Ideen. Kreative Prozesse können sich garantiert nicht entwickeln,  wenn Du von morgens bis abends geradeaus starrst. Geht es Dir da ähnlich? Was bringt Dich auf neue Ideen und hilft Dir bei der Steigerung Deiner Kreativität?

2. Networking und Interaktion

Hier triffst Du auf Gleichgesinnte und kannst:

  • dich vernetzen und Businesskontakte knüpfen
  • dich mit anderen austauschen und gegenseitig weiterhelfen
  • gemeinsam an Projekten mit anderen arbeiten
  • dich weiterbilden und für Networking-Events verabreden
  • dich als Startup mit anderen Startups austauschen und gegenseitig unterstützen

Nachteile

1. Kosten und Anfahrt

Ein gutes Arbeitsklima und die passende Ausstattung hat seinen Preis. In vielen südamerikanischen und asiatischen Ländern sind die Preise natürlich unschlagbar. Doch wer seine Homebase in Deutschland/Europa hat muss mehr ausgeben. Das Highspeed Internet bezahlt sich schließlich nicht von selbst, zu recht. Wenn mir die Atmosphäre gefällt und ich produktiv sein kann, finde ich es völlig in Ordnung etwas mehr auszugeben. Doch es muss stimmig sein. Einige Büroräume sind entweder sehr teuer oder Du musst für jedes zusätzlich gebuchte Extra einen Haufen Geld hinblättern. Also achte auf die Auswahl und arbeite bzw. teste Dich durch. Wenn ich auf Reisen bin gebe ich je nach Land lieber mehr Geld für eine Unterkunft mit schneller Internetverbindung aus. Im Endeffekt ist es oft günstiger, mehr Geld für die Unterkunft auszugeben, als in Kurzzeit Büros zu investieren, denn:
– die Unterkunft mit schnellem WLAN ist meist automatisch hochwertiger in ihrer Ausstattung
– du kannst direkt nach dem Aufstehen loslegen und hast die Zeit der Anfahrt eingespart
– da musst kein Geld für das Coworking ausgeben
Mehr Geld für die Unterkunft inkl. Internet ausgeben = Win-Win!

2. Musik und Konzentration

Wo Leute sind, ist es eben lauter. Leider gehöre ich zu denen, die sich schnell durch Geräusche ablenken lassen. Vor allem beim Schreiben von Artikeln brauche ich höchste Konzentration. Geht es Dir da auch so? Wenn Du auch empfindlich bist, dann solltest Du auf jeden Fall vor Ort zuerst vorbei schauen, bevor Du Dich ausbreitest, um dann erst zu merken, dass Du Dich nicht konzentrieren kannst. Als ich letztes Jahr auf Bali auf dem Weg zum Arbeiten war, habe ich schon von weitem Musik gehört, noch bevor ich den Laden komplett gesehen habe. Dabei schien es laut Google und anderen Quellen ein beliebter Ort zum Arbeiten zu sein. Mich hat die Lautstärke total abgeturnt und ich bin gar nicht erst hinein gegangen. Das ist doch alles mehr Schein als Sein, oder? Ich frage mich, wer in solchen „gehypten Party-Cafes“ ernsthaft und konzentriert arbeiten kann?

Es gibt nichts schlimmeres als Musik in Coworking Spaces, egal welche. Ich finde es einfach unangebracht und störend. Laute Musik ist für mich ein totales Ausschlusskriterium, vor allem wenn nichtmal Ohropax den Lärm überdecken können. Ist doch eh sinnvoller, wenn jeder seine eigene Musik über Kopfhörer hört.

3. Nicht mit „Fancy place to be“ verwechseln

Verwechsle ein Coworking nicht mit einem „Cafe mit WiFi“. Vor kurzem habe ich in Berlin in einem Coworking Cafe versucht zu arbeiten. An jedem zweiten Tisch stand ein Laptop und die Atmosphäre war seltsam. Alles schien so aufgesetzt, ich kann es schlecht beschreiben. Die Leute haben sich bei Kaffee und Kuchen lautstark unterhalten und das Macbook war eher Deko. Was haben wir daraus gelernt? Das nächste Mal besser recherchieren, kurz vorbeischauen und die Umgebung checken, bevor ich mir einen Platz aussuche und loslege.

Richtiges Coworking Space finden & Tipps für ein angenehmes Arbeiten

  • Werde im Klaren, was Dir wichtig ist: Reicht Dir ausschließlich ein Platz am Schreibtisch aus oder benötigst Du hin und wieder Meeting Räume, Phone booths, etc.?
  • Informiere Dich vorab über die Angebote und lies Dir ggf. Bewertungen durch. Am Besten schaust Du persönlich mal kurz vorbei.
  • Vergleiche Preise und schaue nach, was Preis enthalten ist. Je nachdem zahlst Du für Drucker, Scanner, Skype booths, etc. jede Menge extra.
  • Bevor Du Deinen Platz für mehrere Tage oder Monate buchst, teste die Räumlichkeiten zuerst. Es gibt große Unterschiede und jeder hat andere Ansprüche. Versuch „Probearbeiten“ für einen Tag und teste das Arbeitsklima. Es mag sich blöd anhören, aber Du musst den Vibe spüren. Nur so kannst Du produktiv sein.
  • Immer dabei: Ich nehme grundsätzlich Ohropax und Kopfhörer mit. Andernfalls geht die Konzentration flöten.
  • Playlist: Viele schwören darauf. Erstelle Dir vorab eine Liste Deiner Lieblingsmusik, die Dich antreibt. Falls ich Musik beim Arbeiten höre, dann nur instrumentale, bei der Gesang eher im Hintergrund steht. Bei mir klappt Psychedelic Rock und Indie ganz gut. Dabei gehen die Geschmäcker natürlich auseinander. Jeder muss für sich selbst das Richtige finden. 😉

Ich hoffe der Beitrag konnte Dir einen besseren Einblick zum Arbeiten im Coworking Space geben. Hast Du weitere Fragen dazu? Ich beantworte jede Frage in den Kommentaren.

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4 Kommentare

  • yourname says:

    In letzter Zeit habe ich auch ein paar Coworking-Spaces ausprobiert und war im Allgemeinen wirklich begeistert. Deine Vor-und Nachteile kann ich ganz unterschreiben. Die Grundlautstärke in diesem Büros finde ich sogar echt angenehm, wenn es mal etwas fokussierter sein muss, wähle ich eine Playlist bei spotify aus. Aber gerade wenn man neue Inspiration braucht sind solche Orte optimal.

    Lieben Gruß,
    Jana

    http://worteplustaten.de

  • Jan Richter says:

    Ja also ich kann Cooworking-Spaces eigtl. gar nichts abgewinnen…. wenn Leute um mich rum quatschen und nicht wirklich arbeiten (was ja leider meistens die Regel und nicht die Ausnahme ist), kann ich mich überhaupt nicht konzentrieren…
    Der einzige Vorteil ist, dass man viele Gleichgesinnte trifft… Aber das kann ich in der nächstbesten Expat-Bar auch! Daher buch ich mir immer ein besseres Zimmer mit Schreibtisch und gutem Wifi! Da kommt am Ende viel mehr bei raus und wie du ja schon sagst, ist es auch noch billiger als ein teurer, lauter unproduktiver Stuhl am 20 Personen Tisch! 🙂

    Liebe Grüße
    Jan

    http://easy-deutsch.de

    • Sarah Kriebs says:

      Hallo Jan,

      vielen Dank für dein Feedback.
      Im Notfall immer Ohropax dabei haben. Das ist neben Macbook mein wichtigstes Tool, um produktiv zu arbeiten! 😉

      Liebe Grüße,

      Sarah

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